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wu wei

22. April 2012

FRIDO übt sich in der Kunst der Gelassenheit – die dicke Fliege, die hartnäckig vor ihm auf und ab brummt, ignoriert er mit einem Gähnen (erst nach einer gefühlten halben Stunde fährt er zwanglos ein Kralle aus, spießt das Fliegenvieh auf und verspeist den kleinen Lärmmacher). Ich lese FRIDO aus der Zeitung vor – Kollege Garfield treibt es wieder mal bunt, ich falle fast vom Hocker vor lauter Kaputtlachen – FRIDO verzieht keine Miene, meditiert geruhsam weiter vor sich hin… Diese innere Ruhe… beneidenswert!

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Bettgeschichten

17. April 2012

FRIDOs derzeitiger Lieblingsplatz: mein Bett. Ordentlich zurechtgemacht sollte es aber schon sein. So lange noch zerwühlte Decken herumliegen, wartet FRIDO des Morgens ungeduldig… Kaum ist das Laken glattgestrichen, sind Polster und Kissen ausgeschüttelt und zurechtgelegt… Tagesdecke drüber… kommt FRIDO, the king, ins Zimmer gehuscht und krabbelt wortlos unter die Decken. Dort verbringt er dann Stunden um Stunden, regungslos, ein kleiner Hügel auf der Bettebene – und wünscht auch nicht gestört zu werden. Wenn ich es wage, einmal die Decke zu heben, blinzelt mich ein grüngelbes Augenpaar desinteressiert an… also lasse ich den Kater Kater sein… und überlasse ihm meine Bettstatt solange es ihm eben beliebt.

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Schlechte Gewohnheiten

10. April 2012

Wie so viele Männer hat sich auch FRIDOfritz einige schlechte Gewohnheiten zugelegt – so pinkelt er zB mit Vorliebe in Taschen!!! Wenn er auch sonst ausgesprochen sauber und reinlich ist (und immer brav das Töpfchen, sprich sein eigenes Kater-Klo, benutzt), sobald ich unvorsichtigerweise irgendwo eine Tasche längere Zeit unbeobachtet herumliegen lasse, wird sie von FRIDO ordentlich eingenässt. Wobei der Herr Kater keinen Unterschied macht zwischen großen und kleinen Taschen, billigem Tand und teurer Luxusware, und es ist ihm auch völlig egal, ob in den Taschen noch was drinnen ist oder nicht – alles klitschnass und stinkig danach – damit wohl jeder weiss, wer hier der Kater im Haus ist. Auf diese Weise mußten schon einige Zeitungen, Taschentücher, ein Buch, diverses Werbematerial, Kaugummis, Kulis und Schreibblöcke dranglauben… von FRIDO, dem Kater, mutwillig ertränkt.

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Verwarnung

29. März 2012

Fridophilus der Einzigartige, kurz FRIDO genannt, hat klare, eindeutige Grenzen: Wenn ihm etwas nicht passt, dann zwickt er. Das heißt, er bohrt seine spitzen kleinen Zähnchen sachte in meine Haut, wo er mich halt gerade erwischt, nicht fest, aber mit dem sicheren Hinweis: Das ist jetzt nur eine sanfte Verwarnung – wenn du nicht gleich spurst, kann`s auch fester werden! Und ich weiss die nette Aufforderung stets zu deuten – und lasse ihm seinen Willen… man ist ja großzügig (oder feige).

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so sorry…

11. März 2012

mea culpa, ich bin untröstlich und beuge mein Haupt in Reue… FRIDO hat sich nämlich ausgiebig bei mir beschwert – ob es bloss meine unüberwindliche Faulheit wäre, die mich davon anhielte, brav und regelmäßig über die Wichtigkeiten in seinem Leben zu berichten… oder ob es denn Bedeutenderes gäbe in meinem Leben, ob ich mich womöglich mit “viel zu tun”, Stress, Burnout, “kann nicht mehr” oder so aus meiner Verpflichtung stehlen wolle… ??? king FRIDO beharrt unnachgiebig (und unter vollstem Körpereinsatz) darauf: Egal, was sich sonst noch tut bei mir, an erster Stelle steht stets nur einer – und das ist FRIDO himself… und dann kommt erstmal lang gar nichts, nur (eh schon wissen) Futter, Spielen, Bürsten, Futter… und wenn dann noch irgendwann ein Plätzchen frei ist in meiner aktuellen Tagesgestaltung, dann darf ich mir Zeit nehmen für all die anderen, weit weniger wichtigen Dinge des Lebens, wie Geld verdienen, fremdkuscheln, Wolken zählen, an meinem Quickstep-Schritt feilen, Post aus dem Postkasten holen, Brötchen schmieren (und dann gleich aufessen), Augenbrauen in Form zupfen und mit einer meiner Lieblingsfreundinnen auf einen Endlos-Kaffee ins Lieblingscafe gehen…

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Der Lenz ist im Anmarsch!

18. Februar 2012

Nach einigen faulen, verdösten Winterschlafwochen melden FRIDO und ich uns wieder zurück. Die Sonne scheint, die Temperaturen klettern wieder nach oben und irgendwie wird uns ganz fröhlich ums Herz. FRIDO entwickelt einen verstärkten Drang nach Futter, Spielen, Bürsten – und fordert selbiges auch vehement ein (nur im Moment schläft er wieder unter der Decke und ich habe eine kleine Verschnaufpause, also pssssss…. werd mich kurz mal schnell & heimlich davonschleichen)… see you later…

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Ausflug

21. Januar 2012

FRIDO hat seinen ersten Besuch beim Tierarzt (der eine ausgesprochen kompetente, sympathische Tierärztin war) bravourös hinter sich gebracht. Er hatte zwar anfangs merklich nicht die geringste Lust, in sein Katzenkörbchen gezwängt zu werden (da er aber noch nicht gelernt hat “bei Fuss” zu gehen, ist uns nichts anders übriggeblieben) – er hat sich dann die kurze Fahrt im Auto auch ausgiebig darüber beschwert. Im Tierheim angekommen (dort hatte ich ihn ja vor gut einem Jahr abgeholt) war FRIDO dann mucksmäuschenstill – und lammfromm, nicht der kleinste Pieps. Die Untersuchung plus Spritze plus Wurmtablette war in nullkommanix erledigt und FRIDO hat sich augenblicklich und sofort in seinem Katzenkörbchen verkrochen. Ich gestehe, wir waren schließlich beide froh, wieder daheim zu sein…

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latest news

14. Januar 2012

Winterzeit. Die ersten Schneeflocken in diesem Jahr. FRIDO und ich liegen auf der Couch und schlafen, dösen, träumen vor uns hin. Gähn…

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Willkommen 2012

2. Januar 2012

FRIDO hat den Jahreswechsel gut überstanden (und läßt den Katzendamen auf der ganzen Welt freundliche Grüße ausrichten!) – er hat das getan, was er am liebsten tut (und am besten kann): sich genüßlich zusammenrollen und vor sich hindösen. Damit haben wir unser erstes gemeinsames Jahr bravourös hinter uns gebracht und starten voll Zuversicht ins kommende. Der verschreckte kleine Kater aus dem Tierheim, der vor einem Jahr noch wochenlang hinter der Couch gewohnt hat, hat sich zu einem stattlichen FRIDO entwickelt, der keine Scheu mehr kennt (zumindest bei mir) und selbstbewußt einfordert, was einem Kater in seinem Revier eben so zusteht. Unsere Rollenverteilung ist mittlerweile sonnenklar: “the king and i”.

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Revierkämpfe

17. Dezember 2011

FRIDO-Fritz hat seit geraumer Zeit wieder seinen Hauptschlafplatz auf der Couch eingerichtet – diesmal aber am anderen Ende, dort wo ich in meinen seltenen Mußestunden meinen (Gedanken-)schweren Kopf niederlegen möchte. Nun liegt dort aber ein rotes und blaues Pölsterchen und auf denen hat es sich king FRIDO gemütlich gemacht. Meine zaghaften Versuche, ihn von dort zu vertreiben hat er widerwillig zu Kenntnis genommen, nur um sich, kaum dass ich mein müdes Haupt abgelegt habe, sogleich wieder auf seine Pölsterchen zu drängen. Dass hierbei ein Kopf im Weg liegt, ignoriert king FRIDO so gut es geht – legt er sich halt auf Kopf und Pölster drauf, irgendwie wird`s schon gehen, auf jeden Fall ist das SEIN Platz zur Zeit. Das Ergebnis unserer Rangeleien? Ich bin weiter nach unten gerückt und habe mir einen dritten Polster organisiert – immer mit Kater am Kopf zu ruhen ist auf Dauer einfach ungemütlich.

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